Wofür brauche ich eine private Unfallversicherung?

Ja, es stimmt! – Viele Österreicher haben durch Ihre Sozialversicherungsbeiträge eine gesetzliche
Unfallversicherung. Hierunter fallen zB: Arbeiter, Angestellte, selbstständig Erwerbstätige, Beamte, Selbstständige Land- und Forstwirte und
auch Kinder (ab dem Kindergarten).

Aber was und vorallem wann leistet die gesetzliche Unfallversicherung? Die gesetzliche Unfallversicherung leistet bei Arbeitsunfällen, diese definieren sich wie folgt  „Arbeitsunfälle sind Unfälle, die sich in einem örtlichen, zeitlichen und ursächlichen Zusammenhang mit der die Versicherung begründenden Beschäftigung ereignen.“  

Grob gesagt, ist man also 

  • während der Arbeit (Schule)
  • am Weg zur Arbeit/ von der Arbeit nach Hause

gesetzlich unfallversichert. Im Gegenzug bedeutet dies, dass wir also in unserer Freizeit, beim Sport oder wenn wir uns in keiner Anstellung oder Selbstständigkeit wie oben angeführt befinden (Hausfrauen-/männer) , nicht unfallversichert sind.

Durch einen Unfall können hohe Kosten entstehen die uns in eine finanzielle Notlage bringen können. Kommt man etwa in Bergnot oder verletzt sich beim Skifahren belaufen sich die Kosten für den Hubschraubereinsatz auf mehrere 1.000 € (Helikoptereinsatz ca. € 90,-/ Minute). Nach einem Unfall können teure
Rehabilitationsaufenthalte oder Heilbehelfe notwendig werden.

Im schlimmsten Fall leidet man nach einem Unfall an Dauerfolgen, muss mit finanziellen Einbußen zurechtkommen oder sein Leben neugestalten und an eine neue Situation anpassen.

Aus diesem Grund darf eine private Unfallversicherung zur Absicherung der Grundbedürfnisse in keinem Haushalt fehlen.

Welche Leistungen kann ich versichern?

Private Unfallversicherung gibt es für jedes Budget, mit unzähligen Zusatzbausteinen und für beinahe jeder Altersklasse und Berufsgruppe.

Hier möchten wir die wichtigsten Deckungsbausteine kurz erläutern:

Dies Summe gibt an wieviel Geld du im Fall einer körperlichen Funktionseinschränkung nach einem Unfall erhältst.Je höher der Grad deiner Einschränkung (Invalidität) ist, umso höher fällt die Versicherungsleistung aus.

Im Fall einer dauernden Invalidität kann zusätzlich oder statt einer einmaligen Summe auch eine Rente ausbezahlt werden. Diese wird üblicherweise ab einem Invaliditätsgrad von 35% oder 50% ausbezahlt.

Vorallem im alpinen Bereich, beim Wandern oder im Winterurlaub kann im Fall einer Verletzung (zB ein Knochenbruch) ein Einsatz der Bergrettung oder im schlimmsten Fall sogar eines Hubschraubers notwendig werden. Hierfür übernimmt die Sozialversicherung keine oder nur minimale Kosten, ohne eine private Unfallversicherung müssen diese Kosten von dem Verunfallten selbst getragen werden.

Um den Heilungsprozess nach einen Unfall zu beschleunigen bzw. zu verbessern fallen oftmals Kosten für Heilbehelfe (Krücken, Rollstuhl) etc an. Auch Physiotherapie und Rehabillitatsionaufenthalte können in den Heilkosten inkludiert werden.

Unglücklich gestützt und sich einen Zahn ausgeeschlagen? Narben aufgrund einer Verbrennung oder die Entstellung eines Körperteils nach einem Unfall? – Für diese rekonstruktiven Leistungen kann eine private Unfallversicherung aufkommen.

Wie der Titel schon verrät, kann eine Versicherungsleistung bei Tod durch Unfall mitversichert werden. Diese kann eine sinnvolle Ergänzung einer Unfallversicherung sein, ersetzt aber keine reine Ablebensversicherung.

Worauf sollte ich bei einer privaten Unfallversicherung achten?

Jeder Unfallversicherung liegt eine „Gliedertaxe“ zugrunde. Diese gibt an wie hoch ein Körperteil bzw. dessen Funktionsuntüchtigkeit bewertet wird. Beispielsweise der Verlust oder die volle Funktionseinschränkung
  • eines Daumens à 20%
  • die Sehkraft eines Auges à 20%
  • die Sehkraft beider Augen à 100%
  • ein Bein à 65%.
Was aber nun, wenn Ihre Existenz von der vollen Funktionsfähigkeit Ihrer Hände abhängt und Sie Ihren Beruf nicht weiter ausüben können wenn ein Finger oder die ganze Hand funktionsunfähig sind (z.B. als Musiker, Chirurg, Zahnarzt..)?

 

Achten Sie darauf
dass die Gliedertaxe Ihrem Beruf angepasst ist. Für spezielle Berufsbilder gibt es spezielle Gliedertaxen die zB den Verlust eines Fingers mit bis zu 100% bewertet wird.
Glücklicherweise haben die wenigsten Unfälle eine 100%ige Dauerinvalidität zur Folge. Meist bleiben Unfallopfern unangenehme aber nur leicht bis mittelschwere Folgen.

 

Achten Sie darauf
dass Ihre Unfallversicherung bereits am dem 1sten Prozent einer Dauerinvalidität leistet! (Es gibt Produkte die erst ab 25% oder 50% Invalidität leisten – diese sind zwar günstig, aber haben eben große Deckungslücken)
Treiben Sie gerne Sport, gehen regemäßig Fußballspielen, machen Berg-, Ski- oder Klettertouren,  oder betreiben Kampf- oder Motorsport? Gerade hier sollte Ihre Unfallversicherug Leistung erbringen

 

Achten Sie darauf
Ihrem Versicherungsberater all Ihre Hobby`s und Sportarten bekannt zu geben damit geprüft werden kann ob diese versichert gelten. Für Hochrisikosportarten (zB Tauchen über 40m Tiefe, Paragliding, Boxen, etc)  kann es Deckungseinschränkungen kommen bzw. können diese auf Wunsch expliziet mitversichert werden.
Ihre private Unfallversicherung leistet selbstverständlich auch nach einem Berufsunfall. Auch hier ist es wichtig die Berufsbezeichnung in Ihrem Versicherungsvertrag aktuell zu halten da diese Einfluss auf die Prämienkalkulation und somit die Versicherungsleistung haben kann.

 

Achten Sie darauf
auch berufliche Veränderungen Ihrem Versicherungsbetreuer bekannt zu geben. Eventuell ist die Anpassung Ihre Versicherungsschutzes erforderlich!